| Lehrgangsleitung |
Mag. Doris Pühringer |
| Allgemeine Informationen |
Dieser Ausbildungslehrgang vermittelt Ihnen fundierte Einblicke in neuropsychologische Grundlagen und in die Forschung der Gerontologie. Durch das Miteinbeziehen von physischen, psychischen und sozialen Einflussgrößen auf den Alterungsprozess ist es einem Senioren- Coach möglich, einen umfassenden Ansatz zur Steigerung des Wohlbefindens von Personen im fortgeschrittenen Alter anzubieten. Ziel der Ausbildung ist es, Senioren in ihrer individuellen Situation zu begleiten, ihre Fähigkeiten zu fördern und ihnen Anerkennung und somit auch eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen. |
| Aufbau der Trainingsstunden |
Die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erfolgt in 5 Modulen. Jedes Modul behandelt einen Themenschwerpunkt des Programms, wobei der Aufbau über die einzelnen Einheiten hinweg weitgehend gleich bleibt. Jede Trainingseinheit beinhaltet neben einem theoretischen Input auch einen praxisorientierten Teil, der in Form von Workshops abgehalten wird. |
| Ausbildungsinhalte |
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| A. Neurophysiolog-ische Grundlagen |
Durch Vermittlung der neuropsychologischen Grundlagen des Alterungsprozesses soll den Teilnehmern ermöglicht werden zwischen 'normalen' und 'pathologischen' Aspekten des Alterns unterscheiden zu können. |
| Themen |
- Physiologische Grundlagen und Veränderungen im Alter
Der biologische, psychische und soziale Prozess des Alterns beginnt nicht erst im hohen Alter, sondern schreitet von Geburt an voran. Alterungsprozesse sind u.a. genetisch vorbestimmt und haben Einfluss auf viele organische und psychische Funktionen.
- Diagnostische Grundlagen (Leistungs-, Persönlichkeitstests)
Die altersbezogenen Veränderungen der geistigen, kognitiven und wahrnehmungsbedingten Leistungsfähigkeit vollziehen sich differentiell. Auch das Persönlichkeitsprofil unterliegt Veränderungen. Dies gilt es differentialdiagnostisch und klinisch abzuklären.
- Natürlicher kognitiver Abbau im Alter ('normale' Altersvergesslichkeit)
- Pathologische Aspekte des Alterns (Demenz, Alzheimer)
Den Schlüssel verlegt? Die Telefonnummer vergessen? Was steckt dahinter? Viele, vor allem ältere Personen, fragen sich, ob ihre Vergesslichkeit oder zunehmenden Orientierungsschwächen schon ein Anzeichen von 'Demenz' sein könnten. Die Abgrenzungen im Bereich der Symptomatik, Ursachen und Diagnose erscheint daher sehr elementar.
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| B. Training |
Dieser Block beinhaltet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung des Trainings von Körper, Geist und Seele, wodurch eine allgemeine Steigerung der Aktivität und Mobilität erreicht werden kann. Auch kreative Aspekte und verschiedene Wahrnehmungsbereiche sollen dadurch gefördert werden.
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| Themenschwerpunkte |
Dieser Themenschwerpunkt gliedert sich in folgende 3 Teilbereiche: |
| 1. Gedächtnistraining |
Die folgenden Themenbereiche beinhalten einerseits den theoretischen Input der Veränderungsprozesse spezifischer Gedächtnisfunktionen und – leistungen im Laufe des Lebens und anderseits das praxisorientierte Training verschiedenster Bereiche der Wahrnehmung, der kognitiven Grundfunktionen sowie Lerntechniken und Einprägestrategien.
- Einführung in ein allgemeines Gedächtnismodell: Sensorischer Speicher, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis
- Informationsverarbeitung; Informationsspeicherung
- Konzentration und Aufmerksamkeit
- Mnemostrategien
- Visuelles Gedächtnistraining
- Auditives Gedächtnistraining
- Kreativitätstraining
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| 2. Mobilitätstraining |
Selbständigkeit im Alter bedeutet für ältere Menschen mobil zu bleiben. Nicht Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft sind die Eckpunkte, sondern das Erhalten der Koordinations- und Gleichgewichtsfähigkeit sowie das körperliche Wohlbefinden sind grundlegende Ziele für ältere Personen. Manchmal stellen sportliche Betätigungen große Hürden für Senioren dar. Um körperlich aktiv und beweglich zu bleiben, genügt es oft, auf kleine Bewegungseinheiten zurückzugreifen.
- Psychomotorisches Training
- Gleichgewichtstraining
- Rückengymnastik
- Sturzprophylaxe
- 'sanfte' Sportarten (Walking, Wandern, ...)
- Training bei Mobilitätseinschränkung
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| 3. Entspannungstraining |
Regeneration, Verbesserung des Wohlbefindens, Stabilisierung und Stärkung der emotionalen Leistungsfähigkeit, Harmonie von Körper, Geist und Seele sind nicht nur Elemente, die für stressgeplagte junge Menschen notwendig sind. Gerade für Senioren ist es wichtig, ihre Lebensenergie zu stabilisieren und aufzubauen sowie auch seelische und körperliche Ausgeglichenheit zu finden.
- Aromatherapie
- Hormon - Yoga
- Fußreflexzonen - Massage
- Entspannungsrituale
- Autogenes Training
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| C. Kompetenztraining |
Durch das Trainieren der persönlichen Kompetenzen und durch individuelle Ressourcenarbeit sollen alltagsbezogene Fertigkeiten gefördert werden, damit auch Menschen im höheren Alter in ihrem Lebensumfeld möglichst selbstständig agieren und sich auf Veränderungen besser einstellen können. Durch die Entwicklung von Bewältigungsstrategien und Umlegung dieser auf ähnliche Situationen erhalten ältere Personen die Motivation zu Selbsthilfe. |
| Themen: |
- Psychische und soziale Veränderungen im Alter (Übergang in die Pension, veränderter Stellenwert in der Gesellschaft, Einsamkeit, Depression, Motivation, psychische Auffälligkeiten, ...)
- Ernährung im Alter (gezielte Ernährungsmöglichkeiten, veränderte Ansprüche an Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungen, ...)
- Sicherheit zu Hause
- Anti - Aging
- Senioren und 'neue Medien' (Computer, Internet, Handy, ...)
- Soziale Netzwerke, soziale Kontakte
- Alterskrankheiten
- Pflegebedürftigkeit
- Umgang mit Krankheit, Trauer und Sterben
- Glaubens- und Sinnfragen
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| Weitere Informationen und Anmeldung |
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